Looking for Connection – Veronica Fusaro: Überraschend vielseitig

Veronica Fusaro – Looking for Connection (CD-Review)

Ich kannte Veronica Fusaro vorher nicht – umso schöner war die Überraschung, wie „fertig“ und zugleich unaufgesetzt dieses Album wirkt. Looking for Connection ist kein „Wir werfen alles auf die Playlist“-Release, sondern eine Platte, die bewusst mit Gegensätzen arbeitet: vorne glitzernde Uptempo-Songs mit Indie-Kante, dazwischen intime Momente, hinten ein optimistischer Schlussakkord. (Tracklist: 10 Songs.)

CD/VinylJPC  |
Streaming
Prüfen Sie hier den Preis bei Amazon oder JPC.*

Wer ein Album sucht, das sich nicht in einem Sound-Loop verliert, wird hier gut bedient: Schon die ersten drei Songs zeigen, dass Fusaro Abwechslung kann – und will.

Sound: Indie-Pop mit Soul- und Rockkante

Der Opener „Slot Machine“ geht direkt nach vorn, nicht aggressiv, sondern mit Tempo und Zug. Danach „Gold Rush“: Beat sitzt, der Song klingt sofort interessant und hat diese eingängige, leicht ironische Hook-Qualität, die man beim zweiten Hören automatisch wieder im Kopf hat.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Musikalisch passt die Schublade „Alternative Pop mit Soul- und Rock-Einflüssen“ tatsächlich – das bestätigt auch SRF in der Einordnung.

Worum es inhaltlich geht: Verbindung als Gegenmittel

Was mir am Album gefällt: Es bleibt nicht bei hübschen Melodien. Es steckt ein klarer thematischer Kern drin: Verbundenheit in einer Zeit, in der man zwar permanent online ist, sich aber emotional oft isoliert fühlt. Genau dieses Paradox taucht als Leitmotiv immer wieder auf.

Das Album erzählt dabei nicht „von oben herab“, sondern eher aus der Innenperspektive: Zweifel, Überforderung, Selbstwert, das Bedürfnis nach Nähe und dieser ständige Check: Wie viel halte ich aus? Was ist echt? Was ist nur Lärm?

Songtexte: drei Motive, die sich durchs Album ziehen

1) Anerkennung & Sog (Gold Rush / Slot Machine)
„Gold Rush“ ist für mich der Song, der dieses moderne „Mehr! schneller! sichtbarer!“ am klarsten einfängt – kurz, griffig, fast mantraartig. Und „Slot Machine“ funktioniert als Bild für das Gefühl, dass man an einem Hebel zieht und trotzdem nie genau weiß, ob am Ende etwas zurückkommt.

2) Innenleben & Überforderung (Jealousy / Little Too Much)
„Jealousy“ kippt spürbar in eine dunklere Ecke: weniger Glanz, mehr Unruhe, mehr Gedankenkreisen. (Die Lyrics, die öffentlich einsehbar sind, gehen genau in diese Richtung: genervt, erschöpft, auf der Suche nach Ruhe.) „Little Too Much“ passt da inhaltlich gut rein: Dieses zu viel Input, zu viel Druck, zu viel in einem Kopf – und musikalisch darf das dann ruhig auch mal anstrengender sein.

3) Wärme & Aufrichten (No Rain No Tears / Tomorrow’s Coming / It’s All Gonna Be Okay!)
„No Rain No Tears“ wirkt wie der Gegenpol: leicht, freundlich, das ist „Fenster auf“-Musik. „Tomorrow’s Coming“ bricht dann runter auf Piano und Sentiment – ein bewusstes Durchatmen mitten im Album. Und am Ende „It’s All Gonna Be Okay!“: keine platte Kalenderweisheit, sondern ein sauber gesetzter Schlusspunkt, der das Album nach dem inneren Gewitter nicht einfach offen stehen lässt.

Highlights

  • Slot Machine (starker Einstieg)
  • Gold Rush (Beat + Hook, sofort da)
  • No Rain No Tears (leicht, natürlich, gute Laune)
  • Tomorrow’s Coming (Piano-Moment als Ruheinsel)
  • Alice (Tempowechsel, Stimme im Fokus)

Verpackung: durchdacht und „albumwürdig“

Die CD-Aufmachung passt erstaunlich gut zum Thema „Connection“: Dieser Altarfalz (links/rechts aufklappen) wirkt wie eine kleine Bühne.

Dazu die knallgelbe CD in der Mitte und innen das Panorama der kargen Küstenlandschaft – das ist nicht beliebig, sondern schafft Atmosphäre. Richtig stark: das Booklet mit Fotos + Lyrics zu jedem Song. Genau so macht man das, wenn man will, dass ein Album mehr ist als nur eine Trackliste.

Für alle, die das Album lieber auf Schallplatte haben möchten, können sich hier einen Eindruck verschaffen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Fazit

Looking for Connection ist für mich ein Album, das popig genug ist, um sofort zu funktionieren, aber ehrlich genug, um nicht nach „Marketing-Emotionen“ zu klingen. Die Songs sind abwechslungsreich, die Stimme trägt, und die Texte haben dieses moderne Grundrauschen aus Sehnsucht, Selbstzweifel und Hoffnung gut getroffen. Wenn man neue Musik sucht, die nicht geschniegelt wirkt, sondern menschlich, ist das hier ein richtig gutes Album.

PE-Schutzhüllen
100 Stück

  • 325 x 325 mm
  • Stärke: 0,15 mm
  • Polypropylen

Japanhüllen
100 Stück

  • 325 x 315 + 30 mm
  • verschließbar
  • Polypropylen

Single-Hüllen
100 Stück

  • ca. 187 x 187 mm
  • Stärke: 0,10 mm
  • Polyethylen

Kurzfakten

  • Künstlerin: Veronica Fusaro (Thun, CH; Schweizerisch-italienische Singer-Songwriterin)
  • Album: Looking for Connection
  • VÖ: 24.10.2025
  • Format: CD (Digipack), Vinyl, digital
  • Label (Handel): Deep Dive / Deepdive Records
  • EAN: 4015790552024

Looking for Connection kostet aktuell bei Amazon ca. 22 €.*

Mehr Rezensionen zu Musikalben und Schallplatten gibt’s hier:


*Werbehinweis für Links: Es handelt sich um einen sog. Affiliate-Link. Wenn auf der verlinkten Website etwas eingekauft wird, erhalten wir eine kleine Provision.